Katja Bauer

Buße und Strafe im Frühmittelalter

Das Verhältnis von Bußenstrafrecht und peinlichem Strafrecht in den fränkischen Gesetzen für die Friesen, Sachsen und Thüringer (802/803)

Das Recht des Frühmittelalters wurde neben den königlichen Kapitularien maß­geblich durch die Rechte der germanischen Stämme geprägt. Hierzu zählen auch die Lex Frisionum, Lex Saxonum sowie Lex Thuringorum, die Gegenstand dieser Studie sind. Nach allgemeiner Ansicht entstanden diese Rechtsauf­zeichnungen – im Wesent­lichen Verschrift­lichungen des Gewohn­heitsrechts – vermutlich im Zusammen­hang mit dem Reichstag zu Aachen (802/803). Sie enthalten überwiegend Bestimmungen zu Missetaten und deren Folgen − namentlich Buße und peinliche Strafe.

Die Studie widmet sich eben diesen „strafrecht­lichen“ Regelungen der drei Rechtstexte und versucht, mög­liche Ursachen für die sich in diesem Zusammenhang ergebenden Fest­stellungen zu ermitteln. Dabei werden insbesondere politische sowie gesellschaft­liche Entwick­lungen des Frühmittel­alters berücksichtigt.

Abschließend erfolgt ein Vergleich der in Rede stehenden Rechtsauf­zeich­nun­gen, der Raum für weitere Schluss­folge­rungen bietet.


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1. Auflage 2017
broschierte Ausgabe, 60 Seiten
ISBN 978-3-86977-158-8

12,80 €

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