Foblets/Hanschel/Höland | Grenzen des Rechts
Foblets/Hanschel/Höland | Grenzen des Rechts

Marie-Claire Foblets/Dirk Hanschel/Armin Höland (Hg.)

Grenzen des Rechts

Wie lassen sich die Grenzen des Rechts würdigen? Entstanden ist diese Veröffent­lichung aus dem Lehr­veran­staltungs­format eines „Gesell­schafts­wissen­schaft­lichen Kollegs“, das sich unter dem Titel „Die Grenzen des (staatlichen) Rechts“ über einen Zeitraum von zwei Jahren, genauer von 2015 bis 2017, erstreckte und von der Studien­stiftung des deutschen Volkes organisiert wurde. Das Ziel besteht darin zu zeigen, wie bereichernd ein Ansatz sein kann, der sich nicht darauf beschränkt zu erkunden, wie das positive Recht bestimmte Situa­tionen regelt, sondern für sich in Anspruch nimmt, möglichst genau die Grenzen des Rechts zu unter­suchen und konkrete Fälle unzu­reichender rechtlicher Antworten auf indivi­duelle Situa­tionen zu identifizieren.

Noch vor wenigen Jahren hätte ein Buch wie das vorlie­gende manches Erstaunen hervor­rufen können. Mittler­weile jedoch sind die Grenzen des positiven Rechts immer offen­kundiger geworden. Der Gedanke, ihnen besondere Aufmerk­samkeit zu widmen, ist mit dieser Beob­achtung verbunden und dürfte daher nicht über­raschen. Vor dem Hinter­grund dieser und weiterer grund­sätzlicher Über­legungen stellen sieben Studierende, die sich in der Schluss­phase ihrer univer­sitären Aus­bildung befinden und die sich für Grenzen des Rechts interes­sieren, dem Leser in diesem Band ihre Sicht­weisen hierauf vor. Sie bieten sieben Ansätze, die – jeder auf seine Weise – in gehalt­volle Analysen des Rechts münden, die das Recht nicht als eine geschlos­sene Gesamt­heit von Regeln, sondern als einen Prozess der Entwick­lung, des Wandels und der Anpas­sung beschrei­ben, der in seinem jeweiligen Kontext zu würdigen ist und hier seine Kraft entfaltet.

Indem man akzeptiert, dass das positive Recht nicht für alle Situa­tionen die ange­messene Lösung bereithält, lernt man auch zu akzeptieren, dass die Suche nach Gerech­tigkeit damit nicht endet, sondern fortge­setzter Über­prüfung und Bemü­hungen bedarf.


Leseprobe | PDF

Rechtswissenschaft – Einzeltitel
1. Auflage 2018
broschierte Ausgabe, 278 Seiten
ISBN 978-3-86977-187-8

49,80 €

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