Bernd Schneidmüller

Gründung und Wirkung

Das heilige Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde in seinen Bistümern Bamberg und Merseburg

In der Mitte des Mittelalters sorgten Kaiser Heinrich II. († 1024) und Kaiserin Kunigunde († 1033) für die Wiederher­stellung des unterge­gangenen Bistums Merseburg und für die Neu­gründung des Bistums Bamberg. Nur mit größten Mühen konnte das Herrscherpaar die heftigen Wider­stände gegen diese Stiftungen überwinden. Also blieben Merseburg und Bamberg für Jahrhun­derte die letzten Bistums­grün­dungen eines römisch-deutschen Herrschers. Die mit immensem Aufwand geförderte Geist­lichkeit am östlichen Rand des Reichs bewies später eine kaum zu erwartende Dank­barkeit und zelebrierte in der Staufer­zeit das Stifter­paar bis in die Heiligkeit.

Der Beitrag von Bernd Schneidmüller, aus einem Festvortrag zur Verleihung des Romanik­forschungs­preises an Hauke Horn hervor­gegangen, verknüpft die Gründungs­erzäh­lungen über Merseburg und Bamberg mit späteren Wirkungs­geschichten. Dabei begegnet der Zauber des Anfangs einer wechsel­vollen tausend­jährigen Erinne­rungs­pflege, die den Nutzen des heiligen Stifterpaars flexibel den Sehn­süchten der Nachge­borenen anpasste.


Leseprobe | PDF

Vorträge im Europäischen Romanik Zentrum | Band 4
1. Auflage 2015
broschierte Ausgabe, 96 Seiten
ISBN 978-3-86977-131-1

12,80 €

Anzahl