Jördis Körner

Die Klosteranlage von St. Marien zu Schulpforte (Pforta) und ihre Filiationen in Mittelosteuropa

Das Kloster Pforta bei Naumburg ist eine Gründung der Zisterzienser aus dem frühen 12. Jahr­hundert. Der heutige Kirchenbau datiert um 1251. In ihm blieben Teile der alten romanischen Anlage erhalten. Sie zeigen eine enge Bindung an die lokalen Baugepflogen­heiten und die eigene Filiation des Ordens. In Schulpforte ist es die Filiationslinie Morimond, Kamp und Walkenried, wobei als direktes Vorbild das Mutter­kloster Walkenried gilt.

Kloster Pforta wurde als früher hochgotischer Sakralbau alsbald mit dem Westchor des benachbarten Naumburger Domes in Verbindung gebracht, besonders hinsichtlich der Frage nach der Bedeutung der Ordens­bauten bei der Übernahme französischer Architektur­formen und auch hinsichtlich der bischöflichen Bauten.

Bislang konzentrierte sich die Forschung vorwiegend auf den Filiationsweg ausgehend vom französischen Mutterkloster in Richtung Deutschland. Hier insbesondere die Linie von Morimond mit seinen Tochter­gründungen Kamp, Ebrach, Altenberg und Georgenthal.

Jördis Körner stellt erstmals eine geschlossene Analyse der Filiationsbauten von Pforta in Mittelosteuropa heraus. Außerdem konzentriert sie sich auf die architektur­geschicht­liche Stellung der polnischen und baltischen Tochterniederlassungen und der Fragestellung, ob die Architektur der Bauten der Filiationslinie folgt.


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Hallesche Beiträge zur Kunstgeschichte | Band 13
1. Auflage 2017
broschierte Ausgabe, 520 Seiten
ISBN 978-3-86977-167-0

98,00 €

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