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RP Reha 3/2025
Schwerpunkt
Mit Vielfalt zum inklusiven Arbeitsmarkt (Teil 2)
E D I T O R I A L
Liebe Leserinnen und Leser,
in der letzten Ausgabe wurde das von der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) gemeinsam mit vier wissenschaftlichen Kooperationspartnern betriebene Forschungsprojekt „Mit Vielfalt zum inklusiven Arbeitsmarkt – Aufgaben für das Reha- und Teilhaberecht (VinkA)“, finanziert aus der Ausgleichsabgabe, vorgestellt. Entsprechend der Ankündigung liegt nun mit diesem Heft (quasi als 2. Teil) noch einmal der inhaltliche Schwerpunkt auf den Forschungszielen von „VinkA“. Im Kern geht es um die wechselseitige Beeinflussung von Vielfaltsdimensionen und (Schwer-)Behinderung.
Das Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (ZSH) ist einer der vier wissenschaftlichen Kooperationsstandorte. Es wird auch künftig die Rolle der Schwerbehindertenvertretung (SBV) als zentrale Akteurin betrieblicher Inklusion untersuchen. Dörte Busch, Thomas Ketzmerick und Cathleen Rabe-Rosendahl skizzieren denkbare Handlungsspielräume der SBV, im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben besonders vulnerable Gruppen zu unterstützen. Im Rahmen von VinkA wird angestrebt, die theoretischen Konzepte von Diversität im Kontext von Rehabilitation und Teilhabe fortzuentwickeln. Dazu konnte ein Beitrag zu „Intersektionalität – Eine Perspektive für das Sozialrecht?“ von den Autorinnen Karoline Riegel und Deborah Peters eingeworben werden. Sie zeichnen die Ursprünge des Konzepts nach, erläutern erste Ansätze zur Umsetzung und plädieren für eine Berücksichtigung von intersektionaler Diskriminierung auch im Rahmen der Benachteiligungsverbote im Sozialrecht.
Die theoretische Perspektive wird um fallpraktische Anschauung erweitert. Es finden sich in diesem Heft gleich zwei anschauliche Urteilsanmerkungen, jeweils passend zum VinkA-Projekt. Gleichberech tigte Teilhabe am allgemeinen Arbeitsleben lässt sich nur erreichen, wenn auch die weiteren lebensweltlichen Exklusionshindernisse abgebaut werden. Barrierefreies Wohnen ist ein wichtiger Baustein. Leonard Seidel bespricht eines der bislang nur wenigen Urteile zu Schadenersatz nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und erläutert dabei die zivilrechtlichen Rechtsschutzmöglichkeiten, wenn sich Vermieter von Wohnraum hartnäckig weigern, Barrieren abzubauen, hier konkret dem Bau einer Rollstuhlrampe zuzustimmen. Alexander Tietz bespricht in seiner Anmerkung ein Urteil des Landessozialgerichts Berlin von August 2024. Darin geht es um die noch sehr junge Diskussion, ob das mit dem Bundesteilhabegesetz rechtlich verbindlich eingeführte Gesamtplanverfahren auch separat vor Gericht durchgesetzt werden kann. Mit der vom Autor positiv gewürdigten Entscheidung stärkt das Gericht die Partizipation der Leistungsberechtigten.
Wie Partizipation als ein wesentliches Gebot der UN-Behindertenrechtskonvention insgesamt mit Leben zu füllen ist, zeigt Felix Welti in seinem Beitrag. Er legt in seinem sehr grundlegenden Beitrag zum Partizipationsgebot (v.a. Art. 4 Abs. 3 UN-BRK) die neuen rechtlichen Maßstäbe für die Mitwirkung von Menschen mit Behinderungen dar und erläutert dazu aktuelle Entwicklungen in verschiedenen Staaten. Partizipation und Personenzentrierung sind untrennbar miteinander verbunden. Wie Leistungen zur selbstbestimmten Teilhabe am Arbeitsleben personenzentriert auszugestalten sind, wird in einem Beitrag von Katja Nebe behandelt.
Rechtsprechungsübersicht und Infothek runden das Heft wie immer ab.
Katja Nebe
I N H A L T
Sozialpolitik und Rehabilitation
Die Schwerbehindertenvertretung als betriebliche Inklusionsakteurin
Teilprojekt des Zentrums für Sozialforschung Halle e.V. im Rahmen des Projekts VinkA
Rechtsprechung
Durchsetzung eines Gesamtplanverfahrens
Anmerkung zu LSG Berlin, Urteil v. 22.08.2024, L 23 SO 300/23
Entschädigung für hartnäckige Verweigerung einer Rollstuhlrampe
Anmerkung zu LG Berlin II, Urteil v. 30. September 2024 – 66 S 24/24
Rechtsprechungsübersicht
Aus Forschung und Praxis
Personenzentrierte Leistungen zur selbstbestimmten Teilhabe am Arbeitsleben
Intersektionalität – eine Perspektive für das Sozialrecht?
Internationales
Partizipation: Ein Gebot der UN-Behindertenrechtskonvention
Infothek
Aktuelles aus der Praxis der Rehabilitation
Aus dem Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht
Veranstaltungen/Webinare
Neuerscheinungen und Literaturempfehlungen
V O R S C H A U
RP Reha 3/2025
Schwerpunkt: Gewaltschutz – Prävention, Rehabilitation und Teilhabe
erscheint im November 2025
RP Reha | Ausgabe 3/2025
60 Seiten
ISSN 2366-7877
Der Preis enthält den ermäßigten Umsatzsteuersatz. Der Versand erfolgt kostenfrei.
34,00 €
